West Highland Way

West Highland Way

Von den Lowlands in die Highlands.

  • 152 kmStrecke
  • 10 TageDauer

Der West Highland Way führt von Milngavie bei Glasgow bis nach Fort William am Fuß des Ben Nevis — durch wechselnde Landschaften, die Schottland auf engstem Raum zeigen. Die Strecke ist 152 Kilometer lang und bietet von sanften Abschnitten am Loch Lomond bis zu rauen Mooren und Gebirgspässen alles, was Wanderherzen lieben.

Entlang der Strecke ist wildes Campen verboten; es gibt zahlreiche Campingplätze und Bed-&-Breakfast-Unterkünfte. Wer Wert auf heiße Duschen legt, sollte öfter B&Bs einplanen. Bei schlechtem Wetter sind Markierungspfosten oft weit auseinander — ein GPS oder Kompass kann helfen. Bei gutem Wetter hingegen sind die Midges eine Plage, also an Mückenschutz denken.

01

Milngavie nach Drumquhassle

Die Anreise beginnt in Deutschland üblicherweise mit dem Bus zum Flughafen und einem Flug nach Glasgow. Von dort fährt man weiter per Zug nach Milngavie; ab dem Obelisken ist der Weg ausgeschildert. Man kann in Milngavie noch Vorräte auffüllen.

Die ersten elf Meilen führen über geschotterte Wege, durch Wald und vorbei an Craigallian Loch. Teile des Weges folgen einer alten Eisenbahntrasse — ein recht langweiliger Abschnitt, bevor es bei Gartness zur Easter Drumquhassle Farm geht, wo man zelten kann.

02

Drumquhassle nach Rowardennan

Dieser Abschnitt beginnt mit einem Stück Straße, führt dann in dichten Nadelwald und über ein Hochmoor zur Conic Hill Section (während der Lammzeit gesperrt). Nach einem steilen Anstieg folgt ein gleichermaßen schwieriger Abstieg — vor allem mit schwerem Gepäck anspruchsvoll.

In Balmaha gibt es Rastmöglichkeiten; für Duschwünsche bieten sich daher Campingplätze oder Bootsverbindungen an. Viele Wanderer übernachten in der Nähe der Jugendherberge von Rowardennan.

03

Rowardennan nach Inverarnan

Die Strecke führt meist durch Eichenwälder dicht am Ufer des Loch Lomond entlang. Der offizielle Weg sollte nicht verlassen werden, da Ausweichwege der Erosion Vorschub leisten. Unterwegs liegen die Inversnaid Falls, das Inversnaid Hotel und die Rob Roy’s Cave.

Nach Doune Bothy und weiteren Abschnitten erreicht man schließlich Beinglas Farm, einen Campingplatz mit Auffüllmöglichkeiten für Vorräte.

04

Inverarnan nach Tyndrum

Die Route führt am Fluss Falloch entlang und auf schmalen Pfaden weiter Richtung Crianlarich. Eine Engstelle bei einer Eisenbahnunterführung kann bei nassem Wetter schwieriger sein; gehockt oder vorsichtig passieren.

Der Weg erreicht alte Militärstraßen und verzweigt später nach Crianlarich oder weiter nach Tyndrum. In der Umgebung liegt das “Loch of the Legend of the Lost Sword”.

05

Tyndrum nach Inveroran

Bei gutem Wetter verläuft die Strecke auf breiten, gut präparierten Wegen von Tyndrum nach Bridge of Orchy. Die Eisenbahn begleitet den Weg; die A82 ist gelegentlich in Sicht- und Hörweite. Mountainbiker nutzen Teile der Strecke, sodass Ausweichen nötig werden kann.

In Bridge of Orchy bietet der idyllische Bahnhof eine Rastmöglichkeit. Der Abstieg bietet Ausblicke auf Loch Tulla und das Inveroran Hotel.

06

Inveroran nach Kingshouse Hotel

Dieser Abschnitt kann bei starkem Regen sehr nass werden. Der Weg führt durch Wald und öffnet sich zum Rannoch Moor. Der Abstieg zum Kingshouse Hotel passiert ein kleines Skigebiet; die Walkers Bar im Hotel bietet Erfrischungen.
07

Kingshouse Hotel nach Kinlochleven

Nach einem regenreichen Vortag kann dichter Nebel und eine Plage von Midges die Sicht beeinträchtigen. Nach dem Aufstieg über den Devil’s Staircase öffnet sich die Fernsicht — bei entsprechendem Wetter.

Kurz darauf kommen die Wasserpipelines in Sicht, die hinab nach Kinlochleven führen. Kinlochleven bietet mehrere Campingplätze und Versorgungsmöglichkeiten.

08

Kinlochleven nach Fort William

Wieder geht es meist im Regen bergauf; Teile des Weges verlaufen auf alter Militärstraße und durch dichten Wald. Gelegentlich sieht man den Ben Nevis am Horizont. Der große Campingplatz von Fort William ist ein mögliches Ziel vor dem Visitor Center.
09

The Jacobite Steamtrain

Nach den Strapazen gönnte ich mir eine Fahrt mit der Dampfeisenbahn von Fort William nach Mallaig — bekannt durch das Glenfinnan Viaduct. Die Strecke passiert Neptun’s Staircase, Loch Eilt und bietet Ausblicke auf den Atlantik. Mallaig ist ein lebhafter Fischereihafen mit frischem Fisch und Fährverbindungen zu den Inseln.
10

Fort William und Umgebung

In Fort William selbst gibt es nur wenige Sehenswürdigkeiten, doch die Ben Nevis Distillery ist sehenswert — eine kostengünstige Verkostung und Rabatt beim Flaschenkauf sind inklusive. In der Nähe liegt Neptune’s Staircase, eine Schleusenanlage des Caledonian Canal.